Eine Wegweisende Geschäftsphilosophie

Interview mit Eric von Graffenried Von Joël Ch. Wüthrich

Neu an der Laupenstrasse 10 in Bern: Der grösste Showroom von sofacompany in der Schweiz.

Das Geschäftsmodell der Sofacompany ist zugleich einfach wie auch Genial: Man kann sich sein eigenes Design-Sofa nach individuellen Wünschen konfigurieren und ohne Zwischenhandel dank eines direkten  Produktions-, Verkaufs- und Verteilprozesses zuschicken lassen. Das Konzept kommt auch im Zuge der Entwicklung Richtung neuer Lobby- und Bürokonzepte bei Unternehmen gut an.

Die Sofacompany hat im April ihren grossen Showroom in Bern eröffnet. Damit expandiert das Unternehmen. Die Gründung fusst auf einem persönlichen Traum der Gründer Cathrine und Christian Rudolph. Das Anliegen: die Möbelindustrie in Sachen Qualität und Preis herauszufordern und schöne, qualitativ hervorragende Designermöbel zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Ermöglicht wird dies durch das Geschäftsmodell von Sofacompany. Es ist darauf ausgelegt, die gesamten Produktions-, Verkaufs- und Verteilprozesse zu verschlanken und im eigenen Haus abzuwickeln. So werden keine Zwischenhändler eingespannt und keine Überbestände in Verteillagern generiert. Die Möbel werden also direkt von der eigenen dänischen Fabrik in Vietnam an den Kunden ausgeliefert, ohne kostspielige Zwischenschritte. Dabei spielt auch ein Charity-Gedanke eine wichtige Rolle: «Wohlfahrt und Gesundheit der Mitarbeiter und örtlichen Gemeinschaft ist der vietnamesischen Niederlassung von Sofacompany sehr wichtig. Wir investieren in ihre Ausbildung und machen regelmässig Spenden zum Nutzen der lokalen Bevölkerung, so zum Beispiel an Kinderheime. Unsere Spenden bestehen aus regelmässigen Geldsummen, aber auch aus Nahrungsmitteln, Bildungsgutscheinen und Schulmöbeln», sagt Tareq Fadai, General Manager D.A.CH.

DER SOFA-KONFIGURATOR ALS USP UND ESP
Das Konzept der Konfiguration der eigenen Sofas ist ein Kernstück des Konzepts von Sofacompany. Es ist sowohl ein Alleinstellungsmerkmal (USP) wie auch eine sogenannte Emotional Selling Proposition (ESP). Mit einem eigens zusammengestellten Sofa werden mehr Emotionen und Kundenbindung erzeugt.

Die Idee mit dem individuell konfigurierbaren Sofa und die Philosophie des Unternehmens haben nicht nur im B2C-Segment (Einzelkundinnen und -kunden) eine breite Community erreicht. Auch im Business- Sektor bei den B2B-Kunden zeigt sich, dass das Geschäftsmodell ankommt: Die neuen Bürokonzepte sind so ausgerichtet, dass sowohl in den Eingangsbereichen, in Arbeitsnischen oder Meetingräumen die Unternehmen gut darauf achten, welche Möbel platziert werden. Sofas spielen hierbei eine besondere Rolle – nicht nur in Eingangsbereichen und Lobbys von grossen Unternehmen, Banken oder Hotels. Die Arbeitsbereiche werden farbiger, vielfältiger und gemütlicher. Das Licht ist atmosphärischer. Und Sofas schmücken nicht mehr nur den Empfangsbereich.

Bei sogenannten kollaborativen Boards, wenn Teams zusammenarbeiten, werden Möglichkeiten für kreativen Austausch benötigt. Bei der Anwendung von Interaktions-21Methoden wie «Kanban» oder «Scrum» teilt man den gemeinsamen Wissensstand oder bildet Thinktanks. Sofas bieten hierbei entspannende und förderliche Rückzugsorte und Kreativ-Lounges. Ein solches Konzept haben übrigens auch Staatsunternehmen wie die Post oder die SBB in ihren neuen Hauptsitzen umgesetzt.

Tareq Fadai, General Manager D.A.CH: «Wir glauben, dass unser Konzept in der grossen und gleichsam konservativen Möbelindustrie Pioniercharakter hat und für andere Unternehmen wegweisend sein wird. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass in Zukunft Produktion und Vertrieb näher zusammengeführt werden, wodurch sich die Distanz zwischen Produzent und Kunde deutlich reduziert. Dadurch schafft man als Unternehmen eine grössere Kundennähe, verringert die Reaktionszeit und reduziert Kosten. Eine Entwicklung, die bereits heute in der Modebranche zu beobachten ist. Sofacompany.com hat für dich einen grossen Sprung in die Zukunft gemacht – sowohl beim Design als auch beim Preis.» Zur Philosophie des Unternehmens gehört folglich, die  herkömmliche Möbel industrie herauszufordern. Das Motto heisst: Jeder und jede soll in der Lage sein, gutes Möbeldesign und hohe Qualität zu einem fairen Preis zu bekommen.

Davon können sich nunmehr auch Kundinnen und Kunden in der Region Bern überzeugen. Seit dem April 2019 steht der neue grosse Showroom an der Laupenstrasse 10.

AUTHENTIZITÄT UND LEIDENSCHAFT

Das Designerteam bei Sofacompany – bestehend aus elf Kreativen mit jeweils sehr individuellen Ideen – bürgt für Authentizität, weil man hinter den Menschen im Unternehmen und hinter jedem Produkt stehe. Jeder bei sofacompany bürgt für die Produkte, die hergestellt und geliefert werden. Das Geschäftsmodell soll Transparenz gegenüber der Kundschaft vermitteln. Die Leidenschaft für Design sei ebenfalls Bestandteil der Unternehmensphilosophie, weil Möbel nicht nur funktional sein müssen, sondern auch originell und auf einem ästhetisch hohen Niveau. Gutes Design bedeutet, sämtliche Aspekte und  Materialien kohärent und mit viel Liebe zum Detail zu gestalten.

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