Was ist Cannabidiol?

VON TOM KRISPER

Tom Krisper

Auch 5 000 Jahre nach der Entdeckung von Cannabis, wird der Hanfpflanze immer noch grosses Potenzial im medizinischen Bereich nachgesagt. Neben den bekannten Bestandteilen wie THC, THC-Delta9, THC-Delta8, CBD, CBN, CBG, CBD-A konnten noch weitere 482 Bestandteile der Hanfpflanze bestimmt werden. Bislang konnten 70 Phytocannabinoide in der Hanfpflanze nachgewiesen werden und neben Terpenen und Flavonoiden erfreuen sich die Phytocannabinoide eines besonders hohen Interesses. Die bekanntesten sind die Tetrahydrocannabinole (THC), Cannabidiole (CBD), Cannabinole (CBN) und Cannabigrole (CBG). Der berauschende (psychoaktive) Bestandteil einer Cannabispflanze ist das THC, dies bindet zur Aktivitätsentfaltung an das Edocannabinioidsystem (CB-1 oder CB-2-Rezeptor). Das Cannabidiol (der nicht-psychaktive Inhaltsstoff) bindet an verschiedene Rezeptorsysteme. CBD, auch die sichere Komponente der Hanfpflanze genannt, gilt daher als effektiv und gut verträglich und ist für den medizinischen Anwendungsbereich äusserst interessant und erfreut sich aufgrund der positiven Erfahrungsberichte einer zunehmenden Beliebtheit.

CBD-Hanf darf aufgrund des niedrigen THC-Gehaltes (weniger als ein Prozent) legal im Innenbereich angebaut werden. CBD kommt dabei in erhöhter Konzentration in den Blüten vor. Nach der Ernte kann der CBD Hanf ganz normal geraucht, in einem Vaporizer verdampft werden oder man kann die Pflanzenteile auch extrahieren, wie zum Beispiel eine Butan- Extraktion oder CO2 Extraktion. Durch diese beiden Extraktions verfahren bleibt das komplette Pflanzenstoffspektrum sowie auch alle Pyhotcannabinoide, natürlich ausgenommen THC, enthalten.

Produkte mit CBD liegen bei uns in der Schweiz voll im Trend. Denn CBD untersteht im Gegensatz zu THC nicht dem Schweizerischen Betäubungsmittelgesetz (BetmG, SR 812.121), weil es doch keine vergleichbare psychoaktive Wirkung hat. Was wiederum nicht bedeutet, dass CBD nach Belieben irgendwelchen Präparaten beigegeben oder willkürlich beworben werden kann. Denn damit ein Produkt legal und öffentlich vermarktet werden darf und kann, muss es der schweizerischen Gesetzgebung entsprechen, gemäss welcher es in Verkehr gebracht wird. Immer mehr Verkäufer, Händler, Growshops, Trendshops, Kioske und weitere Anbieter versuchen die Kundennachfrage mit einer breiten CBDProdukte- Palette zu befriedigen. Das Angebot verteilt sich auf verschiedene Kategorien, die in den meisten Fällen über das Internet zum Verkauf angeboten werden. Meistens handelt sich um Grow- oder Trendshops, die bereits Hanfprodukte anbieten und nun das Sortiment um die CBD Produkte erweitern.

Die beliebtesten CBD-Produkte im Verkauf sind die rauchbaren Blüten, welche bei uns in der Schweiz als offizieller Tabakersatz mit den herkömmlichen Tabaksteuern angeboten werden. Mittlerweile gibt es über 200 verschiedene CBD Sorten auf dem Markt und das Fourtwenty in Bern kann sich zu dem Grosshändler mit dem grössten CBD-Blüten Sortiment zählen. Mittlerweile gibt es unzählige CBD-Produzenten i n der Schweiz, welche neben dem Tabakersatz noch weitere Produkte auf der Basis von CBD herstellen. Dazu zählen CBD-Öle, E-Liquids, Vape- Pens mit CBD Kartuschen, CBD Kosmetik und auch Lebensmittel, welche nach schweizerischen Lebensmittel-Standard zertifiziert wurden.
Die Möglichkeiten CBD-Produkte zu konsumieren, sind mittlerweile vielfältig geworden. Einerseits kann man die Blüten rauchen oder vaporisieren. Die gesündere Art ist natürlich das Vaporisieren, dabei werden die Blüten nicht verbrannt, sondern nur erhitzt (160 Grad Celsius – 180 Grad Celsius). Man kann sagen, bis zu 200 Grad Celsius sind «sicher», das heisst, es besteht keine Gefahr der Verbrennung und es ist gewährleistet, dass nur Dampf und kein Rauch inhaliert werden. Natürlich ist es auch möglich CBD zu rauchen, pur, vermischt mit Tabak oder anderem Tabakersatz.

WWW.FOURTWENTY.CH