«Urbangolf – Ideal auch als Team-Event für KMU»

Von Charles Staubach

Das neuste Projekt der Golfsession und ab sofort buchbar: «Golfen im Hotel» – alles möglich im Hotel Banana City in Winterthur!

Als Didi (gebürtiger Name Oliver John) Keller das erste mal einen Golfschläger in der Hand hielt, wusste er noch nicht, dass er diesen wahrscheinlich ein Leben lang nicht mehr loslässt – oder besser gesagt, die Sportart, mit der der Schläger verbunden ist. Keller avancierte zu einem «Urbangolf-Pionier». Mittlerweile buchen auch KMU bei ihm gerne Teamevents.

Offiziell ist «Urbangolf» als Sportart (oder auch Crossgolf, Offgolf, Streetgolf – es gibt viele Namen für diese Trendsportart) nicht bei Swiss Olympics aufgelistet. Der Trend, sich überall golfmässig zu betätigen ist aber seit Jahren deutlich spürbar. Nur, welche Alternativen und Möglichkeiten gibt es, diesen Trendsport auszuüben?

Als Didi Keller und ein Freund nach einem TV-Bericht das Verlangen nach Golf spürten, suchten sie einen nahe gelegenen Golfplatz auf. Jedoch bemerkten beide schnell, dass sie hier definitiv nicht am richtigen Ort waren. Didi Keller trug dazumal noch Dreadlocks und sein Freund viele sichtbare Tattoos. Ernüchtert kauften sie ein Playstation-Golf-Game und zockten damit erstmal drauflos. Die Idee mit dem richtigen Golfen ging aber den beiden nicht aus dem Kopf. Per Zufall entdeckten sie in der Brockenstube einen gebrauchten Golfbag inklusive Golfschlägern.

«Wir haben sicher etwa gleich viel für unsere ersten Golfbälle bezahlt, wie unsere ganze Golfausrüstung gekostet hat», erinnert sich Keller. Zusammen gingen sie dann auf frisch gemähten Wiesen irgendwo golfen. Bis per Zufall der Golfball in eine Kiesgrube flog …

The Royal Urban Golf Club
Daraufhin spielten sie gewissermassen nur noch in Kiesgruben und ähnlichen Gefilden. Und im Jahre 2000 gründeten die beiden Jungs den Royal Urban Golf Club. Der erste Urbangolf-Club der Schweiz. «Dank des Internets merkten wir dann, dass wir ja nicht die Einzigen sind, die so spielen …», erklärt Keller und fügt weiter an. «Wir besuchten natürlich unsere «Sportsfreunde» überall in Europa! Heute ist es jeweils wie eine Klassenzusammenkunft, wenn wir uns alle wieder treffen. Es ist sehr familiär. Jeder kennt sich. Es ist eine kleine, wachsende Gemeinschaft.» In der Schweiz war Urbangolf in dieser Zeit noch sehr unbekannt.

ASXG – Association Suisse de X-Golf
Heute ist der RUGC (wie der Royal Urban Golf Club abgekürzt genannt wird) der grösste Club der Schweiz. Mittlerweile gibt es sieben offizielle Urbangolf-Clubs in der Schweiz. 2016 wurde die Association Suisse de X-Golf – kurz asXg – gegründet. «Wir versuchen mit dem Dachverband unseren Sport weiterzubringen, Vereine zu unterstützen, Regeln zu vereinheitlichen, national wie auch international. Und vieles, was noch zuerst erfunden werden muss», lacht er. Natürlich werden auch jährliche nationale Meisterschaften ausgespielt. Die Besten der Besten von der asXgTour de Suisse können dann jeweils an die Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft. «Richtig gehört», sagt Keller und lacht. «Ernsthaft! Wir hatten das letzte Jahr die erste Weltmeisterschaft im Urbangolf in Paris! Wir belegten für die Schweiz den dritten Platz!»

Urbangolf als Team-Event – auch für KMU
Zwischenzeitlich organisierte Didi Keller viele Events und nahm sich dafür immer frei bei seiner Arbeitsstelle als Teamleiter einer Grafikabteilung. Irgendwann bekam er von seinem Arbeitgeber nicht mehr frei und kündete kurzerhand seinen Job. Im Jahre 2016 gründete dann Didi Keller seine Golfsession GmbH, eine Firma, die Urbangolf-Events organisiert für alle und überall. «Urbangolf ist etwas für alle – und ideal für Team-Anlässe jeglicher Art. Auch für KMU-Events ist Urbangolf wie geschaffen. Egal, ob jung oder alt – jeder will doch mal von einem Autodach abschlagen und in eine WC-Schüssel treffen», schwärmt er weiter.

Auch für klassische Golfer
Zum ersten Mal konnte Didi Keller letztes Jahr die normalen Golfer mit den Urbangolfern zusammenbringen. «Dabei ist die Idee, den Urbangolfern zu zeigen, wie schön – und auch wie cool – der Golfsport in all seinen Varianten wirklich ist. Die nächsten Gelegenheiten bieten die Migros Park goes Urbangolf-Events in enger Zusammenarbeit mit vier Golf-Parks der Migros in der ganzen Schweiz verteilt.

Erste Indoor-Urbangolf-Anlage in Deisswi bei Bern
Bereits 2017 konnte man in der ehemaligen Kartonfabrik in Deisswil, nahe Bern, Indoor-Urbangolf spielen! Didi Keller nutzt einen Teil der Fabrik als und hat einen Indoor-Urbangolf-Parcours eingerichtet. Unter der Woche können Firmenanlässe oder Privat-Sessions durchgeführt werden. Immer am letzten Sonntag im Monat stehen die Tore sogar für alle offen. Golfschläger und das restliche Material stehen bereit. Seit kurzer Zeit auch in einer Industrie-Zone in Winterthur sowie auf dem ehemaligen Chemie-Gelände in Uetikon am See, nahe Zürich. Diese sind vorerst nur für Urbangolf-Anlässe buchbar.

Urbangolf-Parcours in der Region
Letztes Jahr durfte Didi Keller zusammen mit dem «House of Winterthur» den ersten Urbangolf-Parcours der Schweiz in Winterthur einweihen. «Viele werden jetzt sagen, dies ist ja gar nicht der erste Parcours in der Schweiz», versucht uns Didi Keller zu erklären. «Ja, es gibt bereits Stadtgolf- Parcours in Friburg, Morges, Frauenfeld und Bern. Bei diesen handelt es sich aber über eine Art Swingolf. Beim Urbangolf ist der grosse Unterschied, dass am Schluss ein Objekt getroffen werden muss – zum Beispiel ein Abfalleimer – und wenn hineingespielt wird, kann sogar das Ergebnis verbessert werden. Und auch normale Golfschläger werden bei uns benutzt. Noch ein wichtiger Unterschied zum normalen Golfen ist, wir spielen mit weichen Golfbällen; sogenannten Almost-Golf-Bällen. Aber der Rest ist gleich. Man kann sich einen Golfschläger, -ball und -plan ausleihen und die Stadt so ganz anders erkunden.»

Weitere Projekte
Dank seinem neuen Mitarbeiter Thomas Schildknecht kann Didi Keller sich noch mehr ins Zeug legen. «Wir haben noch weitere UrbangolfProjekte in der Pipeline. Und ich hoffe, dass wir bald einen neuen Urbangolf-Parcours in einer weiteren Stadt umsetzen können. Die ersten Gespräche laufen bereits», erzählt Didi Keller und fängt an zu strahlen. Wenn man mit Didi Keller über Urbangolf diskutiert, merkt man schnell, wie wichtig es für ihn ist und mit welcher Leidenschaft – ja schon fast mit Liebe – er dies alles erarbeitet hat. «Urbangolf ist mehr als nur eine Sportart für mich. Urbangolf ist ein Lifestyle!»

WWW.Golfsession.CH
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