Frischer Blick dank lidstraffung

von Dr. Med. Raphael Wirth

Raphael-Wirth. Foto: Remo Zehnder

Überflüssige Haut am Oberlid und Tränensäcke lassen Betroffene müde und älter aussehen. Lidstraffungen gehören deshalb zu den häufigsten Eingriffen der ästhetischen Chirurgie – sie erzielen grosse Effekte bei geringem Risiko. Während sich unliebsame Fettpölsterchen mit einer geschickt gewählten Garderobe kaschieren lassen, können Augenfältchen, Tränensäcke oder erschlaffte Augenlider nur im Sommer hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckt werden. Doch gerade die Augenpartie beeinflusst den Gesichtsausdruck massgeblich – nicht umsonst gelten die Augen als Spiegel unserer Seele. Erschlaffen die Lider und bilden sich Schwellungen unter den Augen, die sogenannten Tränensäcke, wirken Betroffene oft müde oder traurig, obwohl sie ausgeschlafen und guter Laune sind. «Ich höre von meinen Patienten immer wieder, dass sie nicht mehr länger unausgeschlafen und deprimiert aussehen oder älter geschätzt werden wollen», sagt Dr. med. Raphael Wirth, Facharzt FMH für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie. Die Augenlidkorrektur gehört denn auch zu den häufigsten ästhetischen Operationen. «Die Blepharoplastik ist deshalb so beliebt, weil man mit relativ kleinem chirurgischen Aufwand einen hohen Nutzen erzielen kann beziehungsweise um Jahre verjüngt, freundlicher und frischer wirkt», so der plastische Chirurg.

Gerade im Augenbereich wird die Haut mit zunehmendem Alter dünner und weniger elastisch, zudem erschlaffen auch das Bindegewebe und der Ringmuskel rund um die Augen. Dadurch tritt Fettgewebe aus der Augenhöhle heraus, die Fettpolster wölben sich nach vorne und es bilden sich die typischen Tränensäcke und Schlupflider. Schlupflider sind in manchen Fällen aber nicht nur ein ästhetischer Mangel, sondern sie können auch das Blickfeld einschränken und somit den Alltag beeinträchtigen. Irgendwann haben Gurkenscheiben, Quarkmasken oder Eiswürfel dann nicht mehr den abschwellenden Effekt, der ihnen nachgesagt wird, und auch mit Kosmetik lässt sich nicht jede Alterserscheinung wegcremen. Zwar gibt es minimalinvasive Methoden, mit denen sich der Hautalterung entgegenwirken lässt – zum Beispiel das Unterspritzen mit Hyaluronsäure –, doch auch dieser Effekt hält nur einige Monate an.

Eingriffe am Oberlid werden häufiger durchgeführt als diejenigen am Unterlid; sie sind operativ etwas weniger aufwendig.

Während beim Oberlid überschüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt wird, wird beim Unterlid nur wenig Haut weggeschnitten, sondern das überschüssige Fettgewebe reduziert oder umverteilt und Muskeln stabilisiert. Beide Operationen werden in lokaler Betäubung oder unter Dämmerschlaf durchgeführt. Die beiden Eingriffe können einzeln oder kombiniert durchgeführt werden. Die Narben in der oberen Lidfalte und am Lidrand sind in der Regel kaum sichtbar. Direkt nach der Lidstraffung wird es rund um die Augen zu Schwellungen und Blutergüssen kommen. «Wie rasch die Blutergüsse und Schwellungen verschwinden, ist bei jedem Patienten anders, bei manchen dauert es fünf, bei anderen 14 Tage, bis sie wieder gesellschaftsfähig sind», so der plastische Chirurg. Eine Lidstraffung hält rund 10 bis 15 Jahre an. Beide Eingriffe können aber grundsätzlich wiederholt werden.

Wie jede Operation ist auch die Lidstraffung mit Risiken verbunden, auch wenn diese sehr selten auftreten. Dazu gehören beispielsweise Nachblutungen, Wundheilungsstörungen oder Infektionen. Es kann auch zu einem hängenden Unterlid oder zu einer vermehrten oder verminderten Tränenproduktion kommen. Zudem besteht die Möglichkeit eines ästhetisch unbefriedigenden Ergebnisses, wenn zu viel oder zu wenig Haut entfernt wird oder beide Augen nicht symmetrisch erscheinen. «Komplikationen sind nie völlig auszuschliessen», sagt der Facharzt, «doch bei einem erfahrenen Chirurgen treten diese äusserst selten auf. Die Augenlidstraffung ist ein risikoarmer Eingriff, der in der Regel gute Resultate erzielt und den Operierten zu einem frischeren, verjüngten Aussehen verhilft.»

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