Die schönsten Naturbadeplätze in und um Bern

Der Wohlensee lädt zur Abkühlung ein.

Sommerzeit ist Badezeit! Ob am See, Fluss oder Bach – dies sind unsere Lieblingsbadeplätze rund um Bern.

Für Stadtflüchtige: Wohlfühloase Wohlensee
Wer heute an den Ufern des Wohlensees steht, denkt nicht, dass dieser bis vor 100 Jahren noch gar nicht existierte. Der zur Stromproduktion erstellte Stausee (der ursprüngliche Projektname war «Elektrosee») fügt sich nun harmonisch in die Landschaft ein und dient als beliebtes Naherholungsgebiet – sei es zum Velofahren, Wandern oder «Bräteln». Obwohl kein klassischer Badesee (es gibt kein offizielles Strandbad), lädt der Wohlensee an verschiedenen Stellen zu einer Erfrischung – am Seeanfang bei der Wohleibrücke beispielsweise. Mit den hier mietbaren Faltbooten und Stand-up-Paddles steht einer Tour über den See nichts mehr im Weg. Und wer dann müde und hungrig zurückkehrt, findet im charmanten Kiosk «Bogen 17» feine regionale Leckereien. Wir empfehlen die Anreise per ÖV oder Velo, denn es stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung.

Für Geschichtsinteressierte: Saane-Sense-Spitz Laupen
Für ein urbanes Flussbaderlebnis bietet sich der Saane-Sense-Spitz mitten im hübschen und historisch bemerkenswerten Städtchen Laupen (schon von der Schlacht bei Laupen gehört?) an. Ob für ein erfrischendes Bad, kreatives «Steinmanndli-Bauen», einen gemütlichen Grillplausch oder einfach eine faule Stunde an der Sonne: Hier kommen dank Flussplätschern und schönem Blick ins Grüne ruckzuck Feriengefühle auf – ohne lange Anreise. Wer im Anschluss noch Lust auf Kultur hat, steigt auf den Hügel und stattet dem imposanten Schloss Laupen einen Besuch ab, geniesst die wunderbare Fernsicht in den Kanton Fribourg und lässt den Tag bei einem Apéro am pittoresken Kreuzplatz ausklingen.

Für Spielernaturen: Die Emme in Hasle
Mitten im Dorf und doch ganz im Grünen: In Hasle-Rüegsau lässt es sich super ausspannen. Rund um die Holzbogenbrücke in Hasle befinden sich flussauf- und -abwärts unzählige hübsche Plätzchen, die zum Verweilen, Picknicken und Baden einladen. Hier fliesst die Emme ganz gemächlich und ist schön seicht – perfekt für Familien mit kleineren Kindern also. Gerade bei der Brücke befindet sich auch ein grosszügiger Spielplatz (inkl. Toilettenanlage), wo sich die Kinder genüsslich austoben können, falls es zum Baden mal zu kühl sein sollte. Und wem der Sinn nach einem Spaziergang steht: Der Pfad entlang beider Flussufer Richtung Burgdorf ist wunderbar lauschig und flach – ein Sonntagsprogramm vom Feinsten.

Für Heimatliebende: Die Emme bei Lützelflüh
Wer den Inbegriff der ländlichen Schweiz sucht, sollte ins Emmental, genauer nach Lützelflüh fahren. Hier wirken die Hügel sanfter, die Höfe stattlicher und ja, es scheint fast, als würde das Gras hier grüner spriessen als anderswo. An einem heissen Sommertag wartet die steinige Emme als ideale Abkühlung, beispielsweise nach einer Wanderung dem gemütlichen Uferweg entlang. Badeplätze gibt’s hier zahlreiche; eine besonders schöne Stelle befindet sich bei der Gohlhausbrücke, einer alten, gedeckten Holzbrücke, wo auch eine gepflegte «Brätlistelle» in der Nähe zum Grillieren einlädt. Auch bei der schön gelegenen Feuerstelle Farbschachen, wo zudem Schaukeln auf spielfreudige Kinder warten, lassen sich gut die Füsse ins kühle Wasser baumeln. Ebenfalls beliebt zum Baden ist die Stelle unterhalb der Schwelle in der Nähe des Schwimmbads und der Zivilschutzanlage.

Für Romantiker: Die Gürbebadi Mühlethurnen
Die Gürbebadi in Mühlethurnen gehört wohl zu den kleinsten Flussbädern der Schweiz. Was ihr an Grösse fehlt, macht sie aber mit ländlichem Charme wett. Das alte Garderobenhäuschen, der überdachte Grillplatz (der übrigens reserviert werden kann), diverse Spielgeräte und die schattigen Plätzchen um sich hinzulegen sind allerliebst. Und dann ist da auch noch ein Pingpongtisch und ein Beachvolleyballfeld! Zur Gürbe geht’s ein paar Steinstufen herunter, im tieferen Teil lässt es sich schwimmen, im flacheren oberhalb des kleinen Wasserfalls wunderbar planschen. Parkplätze sind limitiert, am besten also mit dem Zug bis zur Station Thurnen fahren, von dort aus sind es etwa fünf Minuten zum Bad. Der Eintritt ist frei. Unser Tipp: Verpflegung nicht vergessen!

Für Abenteuerlustige: Schwarzwasser
Bei der Schwarzwasserbrücke an der Grenze der Kantone Fribourg und Bern, wo Schwarzwasser und Sense ineinanderfliessen, liegt ein zauberhaftes Badeparadies. Wer es gerne etwas rau und ursprünglich mag, wird hier sicherlich glücklich. Das Wasser windet sich durch Sandsteinformationen, ist mal etwas tiefer und wild, kurz darauf aber wieder ganz ruhig – es hat also etwas für jeden Geschmack. Und wenn sich nach dem Baden der Hunger meldet, ist dank der vielen vorhandenen Feuerstellen das Mittagessen schnell zubereitet. Vom Bahnhof Schwarzwasserbrücke (von Bern aus überquert der Zug bei der Anfahrt eine imposante Brücke) ist es bis zum Fluss hinunter nur ein Katzensprung, bis zum Bahnhof Thörishaus sind es rund fünf Kilometer. Übrigens: Etwas weiter weg von den Bahnhöfen und Parkplätzen gibt’s auch an heissen Sommertagen genug Platz.

Für Gfrörlis: Der Burgäschisee
Am Burgäschisee, den sich die Kantone Solothurn und Bern teilen, gibt’s so ziemlich alles, was das Herz im Sommer begehrt: ein verwunschenes Naturschutzgebiet, ein gepflegtes Strandbad, einen Bootsverleih mit Ruderbooten… Wer sich den Sprung in den See (vom 3-Meter-Turm?!) zuerst verdienen will, umrundet den See in einer halben Stunde zu Fuss – kann allerdings gut auch länger dauern, denn dank Infotafeln ist der Seeweg auch ein Lernweg. Sogar Fischen ist am Burgäschisee möglich, Patente gibt’s im Volg-Lädeli in Aeschi zu kaufen. Grilliert wird der Fang (Egli, Hechte, Felchen) an einer lauschigen Feuerstelle. Wem «Petri» nicht «heil» ist, der isst beim Badi-Kiosk oder im Restaurant – vielleicht ja gefolgt von einer romantischen Ruderbootfahrt? Unser Tipp: Weil der See so klein ist, ist Baden hier oft schon an warmen Maitagen ganz ohne blaue Lippen möglich!

Für Inselhopper: Wangen an der Aare
Viele von uns brausen via Autobahn A1 an Wangen an der Aare einfach achtlos vorbei, dabei hat das Städtchen ganz schön was zu bieten, und damit meinen wir nicht nur den historischen Ortskern: Auch als Badeort ist Wangen sehr gut erreichbar und bei Auswärtigen ebenso unterschätzt. Aare-Fans steigen hier am besten beim «Inseli» in den Fluss und lassen sich bis zur berühmten Holzbrücke hinuntertreiben. Dort wartet eine kleine Liegewiese mit einem praktischen Einstieg (breite Treppen!) – und im Sommer die wunderbare Aarebar, wo sich Hitzetage bei einem Drink und einem feinen Znacht perfekt ausklingen lassen. Auch die auf der Insel gelegene Badi hat viel zu bieten, gerade mit Kleinkindern ist das der ideale Ausgangspunkt: für die Kleinen die Rutschbahn, für die Grossen ein Aareschwumm. Wer etwas weiter schweifen mag, nimmt vor dem Aarebad den fünf Kilometer langen Duftweg unter die Füsse, der die Landschaft mit allen Sinnen erlebbar macht.

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