Dank Coaching zur passenden Arbeitsstelle

Interview mit Ursula Burki-Salzmann von Manuela Olgiati

Ursula Burki-Salzmann, Geschäftsführerin und Inhaberin der Burki Beratung & Outplacement GmbH.

Ein Coaching unterstützt Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten oder müssen. Die Burki Beratung & Outplacement GmbH bietet Unterstützung und Begleitung zum individuellen, erfolgsorientierten Selbstmanagement sowohl in beruflichen wie auch in sozialpsychologischen Fragestellungen mit erfahrenen Experten an. 

«Geschäftsführer»: Frau Burki-Salzmann, welche Vorteile haben Menschen, die sich mit einem professionellen Coaching beruflich neu orientieren möchten?
Ursula Burki-Salzmann: Mit einem Coaching können die Chancen im Arbeitsmarkt wesentlich gesteigert werden. Der Stellen­suchende lernt selbstbewusst aufzutreten. Er wird vorbereitet auf heikle Situationen. Im Hintergrund steht auch eine moralische Stütze, um nach Absagen auf Stellenbewerbungen nicht in eine Motivationskrise zu stürzen. Absagen erzeugen Frustrationen und Einbussen im Selbstwertgefühl. In einem Coaching lernen Menschen, mit Niederlagen umzugehen. Dies bringt im Lebensalltag weitere Vorteile. Wichtig scheint mir, dass der Stellensuchende weiss, dass ihm auch ausserhalb vom Familien- und Freundeskreis ein aufbauender und professioneller Coach zur Seite steht. 

Wann rückt der sozialpsychologische Aspekt ins Zentrum?
Wenn zum Beispiel private Belastungssituationen zu gross werden und es schwierig wird, sich konstruktiv mit der eigenen beruflichen Situation auseinanderzusetzen. Oder wenn ein Coaching zu spezifischen Fragestellungen im Bereich der Sozialpsychologie führt. Um diesen Bereich im Rahmen des Outplacements und Management-Coachings professionell abzudecken, arbeite ich mit meinem Geschäftspartner Dr. phil. Heinz Bolliger-­Salzmann zusammen. Als Experte in Burn-out-Prophylaxe, Ressourcen-Management, Self-Care sowie Umgang mit Stress-Situationen sind ihm Gelassenheit im Alltag wichtig. Deswegen arbeitet er mit den Klienten auf diese Ziele hin. Diese Zusammenarbeit ist sowohl für den Klienten wie für den Arbeitgeber ein grosser Gewinn, denn sie finden unter einem Firmendach gleich zwei Experten.

Eine neue Stelle kommt selten von allein. Wie unterstützen Sie Klientinnen und Klienten konkret?
Zu den Stärken meiner Firma zählt ein grosses Netzwerk. Auf dem Geschäftsplatz Bern kennt man sich. In Gesprächen sind Vakanzen und Anforderungsprofile zu erfahren. Klientin und Klient haben eigene Netzwerke, seien dies nun der Freundeskreis, erweiterter Familienkreis oder ehemalige Arbeitskolleginnen und -kollegen. Es gibt immer verschiedene Kanäle und Möglichkeiten. Zum Beispiel: Eine Spontananfrage kann je nach Situation hilfreich sein. Die sogenannten Spontanbewerbungen machen dann Sinn, wenn sie sehr gezielt eingesetzt werden. Dazu gilt es «goldene Brücken» zu schlagen.

Wird dann Vernetzung wichtig?
Persönliche Kontakte nehmen eine wichtige Funktion ein. Sie basieren auf einem guten Netzwerk und soliden Recherchen, die Zeit in Anspruch nehmen. Ein sich lohnendes Ziel, wer überzeugen will. Diese Form der Bearbeitung des verdeckten Arbeitsmarktes führt oft erfolgreicher zum Ziel, als sich in der Masse der Mitkonkurrierenden durchzusetzen. Als ehemalige Recruiterin weiss ich auch, wie Firmen ihrerseits auf verschiedenen Kanälen ihre Fach- und Führungskräfte suchen – im heutigen digitalen Zeitalter immer mehr via Social Media und Direct Search: Eben auf dem informellen Weg. Dieses Wissen müssen sich die Arbeitssuchenden zunutze machen und entsprechend auftreten. 

Wann braucht es welches Ihrer Angebote?
So individuell die Menschen sind, so einzigartig sind die Formen eines Coachings. Ob nun ein Management Coaching, ein Outplacement oder ein Arbeitsmarkt-Coaching angemessen sind, entscheidet die Situation.

Welches sind die Vorteile einer Outplacement-Beratung?
Stellensuchende profitieren von einer professionellen Begleitung, einer unabhängigen Sparringpartnerschaft in einer schwierigen beruflichen Situation. Die Klienten lernen, Mut und Zuversicht zu fassen, Selbstvertrauen zu finden, ihre Ziele zu definieren, professionell in schriftlicher und persönlicher Form im Arbeitsmarkt aufzutreten. Das erhöht die Chancen auf dem offenen und dem verdeckten Arbeitsmarkt. Die Stellensuche wird meist einige Monate in Anspruch nehmen.

Wie darf man sich eine solche individuelle Beratung vorstellen?
Im Coaching setze ich individuell passende Methoden ein. Diese können je nach Situation kreativ, kognitiv, haptisch oder abstrakt sein. Das gegenseitige Vertrauen wird aufgebaut. Auch ein gemeinsamer Spaziergang schafft Raum für Gespräche. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Lösungen in Gang zu bringen. Der Mensch steht für mich immer in seiner Ganzheit im Fokus. 

Können Sie ein Beispiel nennen?
Wenn ein Klient oder eine Klientin kopflastig nach Antworten und Erklärungen sucht und die Gedanken im Kopf kreisen, dann setze ich viel auf Bewegung. Ich ermuntere meinen Coachee aufzustehen und sich im Raum zu bewegen, um Gedanken freizusetzen. Verkrampfungen werden so gelöst. Auch draussen in der Natur gibt es Gelegenheit, Blockaden frei fliessen zu lassen. 

Welcher Erfahrungs- und Altersgruppe gelingt der Absprung leichter in der aktuellen Arbeitswelt?
Die Frage nach Erfahrung und Alter kann nicht allgemein beantwortet werden. Jede Altersgruppe hat Chancen, sich im Arbeitsmarkt zu behaupten. Bedingung ist die professionelle Vorbereitung. Eine solide Berufsausbildung und stetige Weiterbildung steigern die Möglichkeiten zusätzlich. Der Schlüssel zum Erfolg hängt aus meiner Sicht von drei Kernpunkten ab: erstens den Glauben an sich selber wiederzufinden. Zweitens den Auftritt, das Dossier und die Gesprächsführung zu professionalisieren und drittens die Argumente für seine Passung authentisch und glaubwürdig zu formulieren. Das beginnt schon beim Motivationsschreiben und bildet mit dem perfekten Dossier die Eintrittskarte zu einem Vorstellungsgespräch.

Sie arbeiten seit 15 Jahren im Beratungsunternehmen. Zuvor waren Sie eine erfolgreiche Head Hunterin. Was hat Sie zur Firmengründung bewogen?
Unabhängigkeit! Und die Leidenschaft, das grosse Potenzial von hervor­ragend ausgebildeten Menschen wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu bringen. Manchmal packt mich auch mein Ehrgeiz, zu verhindern, dass gute Leute in die Aussteuerung und damit in einen Teufelskreis des sozialen Abstiegs schlenkern. Schliesslich bin ich Ökonomin und betrachte die volkswirtschaftliche Seite eines Arbeitsmarkt-Coachings: Je schneller die Arbeitssuchenden wieder eine Stelle finden, desto mehr können Zentren der Arbeitsvermittlung Geld sparen. Damit leistet das Coaching einen volkswirtschaftlichen Beitrag an die Öffentlichkeit.

www.burki-beratung.ch