Ausgezeichnete Berner Restaurants

Von Swenja Willms

Im Schloss Hünigen soll man sich wohlfühlen wie Gott in Frankreich.

Ob traditionelle Schweizer Küche, ausgeklügelte Nouvelle Cuisine, französische Klassiker oder Mediterrane Spezialitäten – in Bern und der Region finden Feinschmecker alles, was das Gourmet-Herz begehrt.

Bern beherbergt wahre Schätze der Kulinarik. Vom Schlossgarten über die heimelige Brasserie bis hin zum traditionellen Geschäftsessen – in diesen fünf Berner Restaurants lässt sich auf den Spuren der berühmten Gastroführer schlemmen.

Hotel Bellevue Palace: Restaurant Vue
Was wäre ein klassisches Grand Hotel ohne klassische französische Gerichte? So gehören Hecht-Timbale, Filet de Boeuf und Crêpes Suzette auch im Restaurant VUE (15 Gault-Millau-Punkte) des Hotels Bellevue Palace auf die Karte. Aber Küchenchef Gregor Zimmermann interpretiert die Evergreens auf seine Art – und hat dabei die einzelnen Produkte und solides Kochhandwerk immer im Fokus. Besonders smart: Wer sich nicht entscheiden mag, kann die Gerichte nach dem trendigen «Sharing»-Prinzip ganz unkompliziert miteinander teilen. Das gilt auch für die Tiraditos. Die peruanischen Sashimi-Variationen erinnern an Ceviche, kommen aber mit weniger Säure aus. Ein lauer Herbstabend auf der Bellevue-Terrasse bei Lachs-Tiradito mit Miso und Myoga-Ingwer, einem kühlen Glas Weisswein und dem unvergleichlichen Blick auf Aare und Alpen? La vie est belle au Restaurant VUE.

Brasserie Obstberg
Die Brasserie Obstberg liegt etwas versteckt im gleichnamigen Quartier in Berns Osten. Frisch renoviert, glänzt das 13-Punkte-Lokal gleich mehrfach. Es vereint den Chic einer urbanen Brasserie, die Bodenständigkeit eines Landgasthofs und das unkomplizierte Flair einer Quartierbeiz. Hier ist bestens aufgehoben, wer die sorgfältige französische Küchenkunst liebt. Wir sind sicher: Für die Klassiker Tournedos de Boeuf, Coq aux vin oder Tarte Tatin würde so mancher Gast extra aus Paris anreisen. Auch die saisonal abgestimmen Gerichte von Küchenchef Pascal Cueni können sich sehen und schmecken lassen. Wir empfehlen die Anreise mit dem Bus der Linie 12: Von der Haltestelle Tavelweg ist der «Obstberg» nur ein Katzensprung entfernt. Auch dem Genuss einer guten Flasche Wein aus der umfangreichen Karte steht so nichts mehr im Weg.

Restaurant Süder
«Dr Süder» ist einer für alle: Hier treffen sich Geschäftspartner gerne zum Mittagsessen, Paare zum romantischen Dinner und Gruppen zum Festen und Feiern. Das gemütliche Lokal mit 13 Gault-Millau-Punkten liegt in einem historischen Gebäude nur wenige Gehminuten vom Eigerplatz entfernt und trumpft mit einer frischen Saisonküche. Küchenchef Ricardo Burkhard hält die Auswahl bewusst klein, versieht sie «dafür mit etwas mehr Sorgfalt, mehr Liebe, mehr Engagement und einem Schuss Zauber», um es mit den Süder-Worten zu sagen. Dieser «Schuss Zauber» macht etwa Gerichte wie das Rindstatar Süder längst zum Hausklassiker und sorgt für Überraschung in den Mittags- und Abendmenüs. Ebenfalls zauberhaft: der grosszügige Garten, wo die Gastgeber Renate Fankhauser und Martin Moser in den warmen Monaten auftischen.

Restaurant Schöngrün
Neben dem Zentrum Paul Klee steht kein Bett im Kornfeld, sondern ein Gourmetlokal in malerischer Umgebung. Das Restaurant Schöngrün mit seinem Glaspavillon hat eine wunderbare Sicht auf das ikonische wellenförmige Museum – beides stammt aus der Hand von Stararchitekt Renzo Piano. In dieser befruchtenden Umgebung aus Kunst und Architektur kommt auch die Kulinarik zur Geltung: Küchenchef Jonas Steiner kocht mit 15 Gault-Millau-Punkten und einem Faible für starke Geschmacks- und Farbkombinationen. So klingen Gerichte wie das Duo vom Rind mit Cime di Rapa, Goji-Beeren, Schwarzer Polenta und Belper Knolle selbst wie ein Gemälde. Diese Kreativität bringt dem Schöngrün die Auszeichnung «Bib Gourmand» im Guide Michelin, die für eine frische Küche mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis steht.

Schloss Hünigen : Restaurant Rosarium
Das Schloss Hünigen ist beliebt für Hochzeiten und Familienfeste: Der legendäre Garten mit 3’500 Rosen ist blühender Grund dafür. Ein anderer ist die Gastronomie unter der Leitung von Michael Engelhardt im Schlossrestaurant, das mit «Rosarium» gleich den passenden Namen trägt. Auch ohne Heiratsabsichten lässt es sich im mit 13 Gault-MillauPunkten dekorierten Lokal köstlich tafeln: mittags unter der Woche bei einem reichhaltigen Lunchbuffet, abends «à la carte» oder beim mehrgängigen «Menu du Château». Jeden Sonntag lockt ein Sonntagsbrunch mit warmen und kalten Speisen – bei schönem Wetter sogar draussen inmitten der duftenden Rosenstöcke.

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